Tue Gutes und lasse darüber reden – Web 2.0 und effektives Employer Branding

Geläufiger in der Arbeitswelt dürfte das Credo „Tue Gutes und rede (selbst) darüber“ sein. Der Trend jedoch geht hin zum Reden lassen. Das ist mir persönlich auch sympathischer; schließlich stinkt Eigenlob.

Bei der Rekrutierung guter Mitarbeiter investieren Arbeitgeber mehr und mehr in ihre Außendarstellung. Die Möglichkeiten des Internets stärken dabei die Position beider Seiten. Längst ist es für Personalabteilungen Teil des Tagesgeschäfts, soziale Netzwerke nach weiterführenden Informationen ihrer Bewerber zu scannen. Dass sich auf Jobsuche befindende in erster Linie online Informationen über potentielle Arbeitgeber suchen, versteht sich von selbst. Dank der nie versiegenden Quelle Internet und der damit einhergehenden immer größer werdenden Transparenz nähert sich der Arbeitsmarkt stetig seiner, volkswirtschaftlich gesprochen, theoretischen Vollkommenheit.

Eine attraktive Außendarstellung ist für Unternehmen in diesem Zusammenhang unerlässlich. Während bisher an dieser in erster Linie durch redaktionelle Tätigkeiten der Marketing-  und Personalabteilung gearbeitet wurde, ist seit einigen Jahren verstärkt die dezentrale, individuelle Verbreitung von Inhalten durch Mitarbeiter in sozialen Netzwerken zu beobachten.

Web 2.0 ist das Zauberwort. Dahinter verbirgt sich die Weiterentwicklung des anfänglichen Internets für den primär lediglich Information konsumierenden Nutzer hin zu jenem, in dem dieser selbst zusehends Inhalte veröffentlicht. Die sozialen Netzwerke stellen entsprechende Plattformen dar.

Die Entwicklung des Internets i.S.d. Web 2.0 spricht dafür, dass Arbeitgeber in absehbarer Zukunft gar nicht anders können, als dieses Thema zu pushen und zu unterstützen. Für Unternehmen mit hoher Mitarbeiterzufriedenheit liegen die positiven Effekte auf der Hand. Arbeitgeber tun gut daran, dieser Entwicklung nicht nur von außen zuzusehen, sondern aktiv Einfluss zu suchen und die authentische Inhaltsproduktion ihrer Mitarbeiter zu fördern.

Für Unternehmen mit einer tendenziell eher unzufriedenen Belegschaft ist die Notwendigkeit, sich intensiver mit dem Thema Web 2.0 zu beschäftigen, umso größer. Während keine Werbung besser sein kann, als öffentliches, authentisches Lob durch aktive Mitarbeiter, gilt umgekehrt, wenig dürfte auf dem Arbeitsmarkt problematischer sein als das Gegenteil. Dass eine positive Außendarstellung, die durch eigene Mitarbeiter gefördert oder gar geformt wird, auch das Innenleben eines Unternehmens begünstigt, versteht sich von selbst.

Ob eine Firmenkultur mit glücklichen oder weniger glücklichen Menschen, Facebook und Co bzw. dahinterstehende immer produktivere, mitteilungsbedürftigere Nutzer machen Unternehmen stetig transparenter. Für jeden Arbeitgeber ist dies als Chance zu begreifen, sich im Wettbewerb um gute Mitarbeiter bestmöglich zu positionieren und effektives Employer Branding zu fördern. Einen Standard von der Stange gibt es hierfür nicht. Vielmehr braucht es ein auf das Unternehmen zugeschnittenes Konzept. Es braucht spezifische Antworten auf Fragen nach den bestgeeigneten Kanälen und Plattformen, die genutzt und gefördert werden sollten oder ob und welche Incentives für Mitarbeiter geschaffen werden sollten, etc.

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