Gesundheit ist Chefsache

„[Eine] Gesundheit an sich gibt es nicht, und alle Versuche, ein Ding derart zu definieren, sind kläglich missraten. Es kommt auf dein Ziel, deinen Horizont, deine Kräfte, deine Antriebe, deine Irrtümer und namentlich auf die Ideale und Phantasmen deiner Seele an, um zu bestimmen, was selbst für deinen Leib Gesundheit zu bedeuten habe.“ – Friedrich Wilhelm Nietzsche

Dr. Natalie Lotzmann ist Fachärztin für Arbeitsmedizin. In einem ZEIT-Interview 1 sagt sie: Führungskräfte sind für die Gesundheit wichtiger als der Hausarzt. „Dabei hat der Krankenstand vielmehr damit zu tun, wie sich Menschen fühlen. Das ist […] keine Frage des Alters. Nur wer sich wohl fühlt, gibt sein Bestes.

Die WHO definiert den Begriff „Gesundheit“ nicht nur als Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen, sondern ganzheitlich. Nämlich als einen Zustand umfassenden Wohlbefindens: körperlich, mental, sozial.

Wohlbefinden als ökonomische Triebfeder

Eine effektive unternehmensweite Gesundheitskultur sollte vorausschauend geplant sein.

Längst ist dieses Thema in das Blickfeld von Führungskräften gerückt, die sich von einer gesundheitsfokussierten Führung ihrer Mitarbeitenden positive Effekte auf objektive Kennzahlen, Arbeitsleistung und – weniger verwunderlich – auf Krankentage erhoffen. Ein Blick in den wissenschaftlichen Diskurs ermuntert, positive Auswirkungen auf die Wertschöpfung des Unternehmens zu erwarten. Das funktioniert, wenn eine gleichsam achtsame wie gesundheitsförderliche Arbeitsweise als Unternehmenswert anerkannt und als Unternehmenskultur etabliert wird.

Ressourcenorientierte Trainings und Work-Life-Balance-Seminare sind „angesagt” und inzwischen auch Marketing-Instrumente. Der (Selbst)Erkenntnis, dass die sprichwörtliche  „Lebensbalance“ in vielerlei Hinsicht Mehrwert schafft, folgt logisch eine gewisse Notwendigkeit zur Fürsorge für die Mitarbeiter/innen: Wer stets am Limit leistet, kann in Druck- und Stresssituationen nicht gelassen und konstruktiv handeln. Das wiederum behindert den Umgang mit anderen maßgeblich. Positiv gewendet: wer „Gesundheit“ ganzheitlich und unter Berücksichtigung seiner emotionalen und sozialen Determinanten betrachtet, erkennt in Selbstbewusstsein, Optimismus, Motivation oder Arbeitszufriedenheit zentrale Gesundheitsressourcen. Diese gilt es, ganz im Sinne des Unternehmens zu stärken und auszubauen.

Strategische Einbindung und Auswirkungen auf die Leistung

Der Wettbewerb um gute Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt wird zunehmend härter, wer die besten Arbeitnehmer/innen an sich binden will, muss mit einem positiven Arbeitgeberimage punkten. Durch Arbeitgebermarkenbildung bleiben Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig – im Portfolio der strategischen Aktivitäten sollte das Thema Gesundheit dabei unbedingt mitgedacht und multimodal ausgerichtet werden. Strategisches Gesundheitsmanagement umfasst dabei die Planung, Umsetzung und Steuerung betrieblicher Aktivitäten für gesundheitsförderliche Rahmen- und Arbeitsbedingungen. Maßnahmen liegen zB. in den Spielfeldern Arbeitsgestaltung, Führung, Qualifikation und Unternehmenskultur.

Bei NEOVAUDE wird besonders Wert auf das „Vorleben“ der Kultur Wert gelegt. Nur wenn alle Ebenen des Unternehmens diese Werte verkörpern, zeigt das Gesundheitsmanagement nachhaltige Erfolge.

Die auf eine ganzheitliche Gesundheitskultur ausgerichteten Aktivitäten/Maßnahmen tragen dazu bei, sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden im Unternehmen zu erhalten / zu fördern und die Identifikation mit der Organisation zu stärken.

  1. http://www.zeit.de/karriere/2015-05/arbeitsmarkt-gesundheitsmanagement-alter-sap-lotzmann

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